Was ist Achtsamkeit?

Achtsamkeit2018-08-09T12:43:10+00:00

„Oh ja, ich hatte meine intensiven Momente, und wenn ich noch einmal von vorn anfangen könnte, würde ich noch mehr davon und im Grunde nichts anderes haben wollen. Einfach nur Augenblicke, einen nach dem anderen, anstatt ein Leben lang auf die Zukunft zu warten.“

Nadine Stair, 85 Jahre, Louisville, Kentucky

Jeder Tag besteht aus einer Perlenkette von Augenblicken.

Wenn ich wach bin, bin ich gegenwärtig und kann das bemerken, was gerade da ist. Das ist Achtsamkeit.

Je wacher, gegenwärtiger und damit achtsamer ich bin, desto mehr bekomme ich vom Leben mit. Um das Gegenwärtige können unsere Gedanken nicht kreisen, da gleichzeitiges Denken und das Wahrnehmen der Gegenwart nicht parallel möglich sind.

Unsere Gedanken beschäftigen sich jedoch vorwiegend mit Vergangenem oder Zukünftigem, dadurch ist unser Geist häufig quirlig und wir sind somit ständig mentalem Lärm ausgesetzt.

Wollen wir unseren Geist zur Ruhe bringen, müssen wir achtsam im Hier und Jetzt leben.

Achtsamkeit ist das klare, nicht wertende Gewahrsein dessen, was im jeweiligen Augenblick geschieht. Sie ermöglicht uns, Gedanken, Empfindungen und Gefühle so wahrzunehmen, wie sie sich Moment für Moment entfalten, unabhängig davon, ob sie uns angenehm oder unangenehm sind. Jon Kabat-Zinn drückte das so aus:

„Achtsamkeit bedeutet, auf eine bestimmte Weise aufmerksam zu sein: bewusst, im gegenwärtigen Augenblick und ohne zu urteilen. Diese Art der Aufmerksamkeit steigert das Gewahrsein und fördert die Klarheit sowie die Fähigkeit, die Realität des gegenwärtigen Augenblicks zu akzeptieren.
Sie macht uns die Tatsache bewusst, dass unser Leben aus einer Folge von Augenblicken besteht. Wenn wir in vielen dieser Augenblicke nicht völlig gegenwärtig sind, so übersehen wir nicht nur das, was in unserem Leben am wertvollsten ist, sondern wir erkennen auch nicht den Reichtum und die Tiefe unserer Möglichkeiten zu wachsen und uns zu verändern…
Achtsamkeit ist eine einfache und zugleich hochwirksame Methode, uns wieder in den Fluss des Lebens zu integrieren, uns wieder mit unserer Weisheit und Vitalität in Berührung zu bringen.“

In der Achtsamkeitspraxis übt man, nicht im Gedankenkarussell zu versacken. Am Anfang empfiehlt es sich, den Fokus auf ein fest umschriebenes Meditationsobjekt wie den Atem zu legen.

Bei regelmäßiger Praxis der Meditations- und Yogaübungen werden folgende Säulen der inneren Einstellung allmählich und bewusst kultiviert:

  • Nicht- Urteilen

  • Geduld

  • Anfängergeist bewahren

  • Vertrauen

  • Nicht- Erzwingen

  • Akzeptanz

  • Loslassen

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